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Pressemitteilung der UWG Meschede in der WP vom 5.1.99

Trendige Kleidung gewünscht

UWG befragte Jugendliche

Von Oliver Eickhoff 
Meschede. 
Jugendliche wünschen sich in Meschede ein größeres Angebot an modischer und flippiger Kleidung. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) gestartet worden war. 
Während des Bürgerfestes im Oktober vorigen Jahres hatte die UWG mehr als 220 Jugendliche - also 10 Prozent der Altersgruppe zwischen 13 und 18 Jahren - zu ihrem Einkaufs- und Freizeitverhalten befragt. Jetzt liegen die Ergebnisse vor: Die Jugendlichen halten demnach die heimischen Geschäfte nicht für sonderlich attraktiv, sie vermissen „trendige Angebote", die ihren finanziellen Möglichkeiten entsprechen -und sie sind sehr mobil: Einkaufsfahrten nach Dortmund oder Köln sind kein Thema. 
Dabei fließen dann keine kleinen Summen in die Ballungszentren ab: Nach der UWG-Abfrage  beträgt  die Kaufkraft der Jugendlichen im Stadtgebiet jährlich stolze 3,8 Millionen Mark. Etwa ein Drittel, so schätzt UWG-Bürgermeisterkandidatin Dorothee Ammermann nach Auswertung der Ergebnisse, geht an den heimischen Kaufleuten vorbei. 
"Die Einzelhändler müssen  sich als großes Kaufhaus 
darstellen und zusammenfinden, so daß jeder von jedem profitiert", lautet ein Fazit von Dorothee Ammermann für die Zukunft. Die UWG will die Studie u. a. der Aktionsgemeinschaft „Meschede aktiv" und den Vereinen zur Verfügung stellen, damit sie reagieren können - beispielsweise beim Wunsch nach Jugendabteilungen mit speziellen Marken für Jugendliche in den Geschäften.Teure Markensachen sind laut Umfrage weniger gefragt. Vielmehr hätten die Jugendlichen gern ein Angebot, das beispielsweise   die  Kette „H&M" anbietet. Spitzenreiter bei den Ausgaben von Jugendlichen sind allerdings erst einmal CDs, danach folgt mit Abstand Kleidung. Im Mittelfeld liegen Geschenke, Zeitschriften,   Süßigkeiten und Schuhe, aber auch Alkohol, Zigaretten und Bücher. 
Neben einem jugendlicheren Angebot für Kleidung vermissen die 13- bis 18jährigen „ein Cafe mit erschwinglichen Preisen", einen Second-Hand-Shop und eine Diskothek. Ferner hätten sie gern Läden mit einem Angebot auch älterer CDs sowie Geschäfte mit mehr Sport-und Treckingzubehör. 
Bemerkenswert auch: Jugendliche besuchen Geschäfte nicht unbedingt nur zum Einkaufen, sondern auch im Rahmen der Freizeitgestaltung und zum Treffen mit Gleichaltrigen. 
Ein Drittel der Jugendlichen verfügt monatlich über eine Summe zwischen 21 und 60 Mark. Noch 13,5% könnten zwischen 101 un 200 Mark ausgeben. 
Bei den Ausgaben stehen vor allem CDs und danach Kleidung an der Spitze. 
Ein Drittel der Befragten unternimmt Einkaufsfahrten mit einer Strecke von bis 100 Kilometern; noch ein Viertel fährt auch mehr als 150 Kilometer zum Einkaufen. 
42,6 Prozent der Jugendlichen nutzt dazu ein eigenes Auto oder fährt in einem Pkw mit. 

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