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Pressemitteilung vom 21.2.2000

UWG nimmt Stellung zur denkmalrechtlichen Genehmigung des Kirchturms Schmallenberg
Der Rat der Stadt Schmallenberg wird in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, den 24. Febr. über die denkmalrechtlichen Belange im Zuge des Baugenehmigungsverfahrens für einen neuen Kirchturm entscheiden. Die von der Verwaltung aufgeführten denkmalrechtlichen Gründe zur Ablehnung der Baugenehmigung beinhalten im wesentlichen vier Punkte:
1. die Anordnung der Bandgesimse im Turm (horizontal),
2. die Gestaltung der Turmspitze mit Bildhauerarbeit,
3. die Bleieindeckung der Turmspitze,
4. die Gestaltung und Anordnung des Verbindungsganges zwischen Turmneubau und Kirchenschiff

Viele Bürgerinnen und Bürger Schmallenbergs erwarten von einer Rekonstruktion des alten Turmes den Aufbau in seiner ursprünglichen Form. Diesen Kirchturm wird es aber nicht mehr geben, da selbst das Ministerium nur dann Finanzmittel für einen neuen steinsichtigen Kirchturm bereitstellt, wenn es keine originalgetreue Rekonstruktion mehr sein wird. Das heißt, die Mängel und Schwächen des alten Turmes dürfen im Neubau nicht mehr übernommen werden. Die bisherige äußere stadtbildprägende Form und Gestalt des Turmes ist zwar wieder zu berücksichtigen, aber ebenso sind die liturgischen Vorstellungen der Kirchengemeinde zu erfüllen.

Damit wird auch ein neuer steinsichtiger Turm immer anders aussehen als der alte Turm.

Eine Ablehnung im Rat führt also nicht zu einer Lösung sondern nur zu einem weiteren Aufschieben der Probleme. Warum soll ein weiß verputzter Kirchturm nicht gebaut werden dürfen, wenn den denkmalrechtlichen Bedenken weitgehend entsprochen wird? In der verfahrenen Situation können jetzt nur noch Kompromisse weiterhelfen, soll es in absehbarer Zeit überhaupt zu Fortschritten beim Kirchturmneubau kommen. Wenn die Sanierungsbedüftigkeit auch der übrigen Kirche (innen und außen) und deren künftige Finanzierbarkeit bedacht werden, führen Maximalforderungen so jedenfalls nicht weiter. Jeder Tag ohne gemeinsame Lösung macht in Schmallenberg eine Kirche ohne Turm zur Gewöhnung.
Die UWG wird den Bauantrag nicht generell ablehnen, erwartet aber von der Kirchengemeinde gegebenenfalls punktuelle Änderungen an ihrem Entwurf.

Der Vorstand der UWG Schmallenberg
Pressesprecher Günter Schütte

Hinweis: Die denkmalrechtiche Genehmigung wurde im Rat am 24.2.00 nicht erteilt. Nur die UWG stimmte dafür.


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